Die Stadt der traditionellen Moderne
Die Stadt Dubai, mit ihren rund 1,5 Millionen Einwohnern, ist die größte Stadt des Emirats Dubai. Genau zählen kann man die Anzahl der Bewohner Dubais allerdings nicht genau, da die Schwankungen so immens groß sind, da ständig neue Geschäftsleute hinzu kommen, andere wieder auswandern – das macht jedes Jahr mehrere zehntausend Menschen. Man kann sagen, dass rund 250.000 Arbeitsmigranten ständig in Dubai leben. Dubai ist in jegliche Hinsicht eine sehr junge Stadt: das Durchschnittsalter in Dubai beträgt 27 Jahre und somit sind Kinder, anders als in anderen Großstädten, eher in der Minderheit.
Das am Nordrand des Emirats gelegene Dubai wird durch den Dubai Creek getrennt, einer 100 bis 1300 Meter breiten Bucht, die insgesamt etwa 14 Kilometer lang ist. Heutzutage gliedert sich die Stadt um den Dubai Creek in die Stadtteile: al-Hamriyya, al-Karama, al-Barscha, al-Chubaisi, ar-Ras, as-Satwa, al-Wasl, Bur Dubai, Deira, Haur al-Anz, International City, Jumeirah, Umm Suqaim, Za'bil und al-Qusais.
Über Dubais Geschichte weiß man heute nur sehr wenig, allerdings deuten archäologische Funde darauf hin, dass im Stadtteil Al-Quasis schon im Jahre 2000 v. Chr. Siedlungen an dieser Stelle existierten. Das erste Mal wurde Dubai 1095 im „Buch der Geographie“ von Abu Abdullah al-Bakri erwähnt.
Heute ist Dubai das wichtigste Wirtschaftsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate. Lange Jahre über dominierte die Erdölförderung die Wirtschaft in Dubai, doch machte sie im Jahr 2008 nur noch 3% aus. In gut zwanzig Jahren werden die natürlichen Erdölförderung erschöpft sein. Dies hat das Emirat allerdings schon recht früh erkannt und nun setzt jetzt nahezu voll und ganz auf den Tourismus, die Immobilien- und Baubranche, sowie Handel und Dienstleistung.
Das Handelszentrum Dubai kann sich dank seiner nahezu perfekten Lage durch Seewege und Luftanbindungen nach Asien und Europa, wirtschaftlich gesehen nicht beklagen. Auch haben sich in der Stadt selbst internationale Unternehmen wie Oracle Corporation, Microsoft und IBM und Medienunternehmen wie MBC, CNN, BBC, Reuters, und AP angesiedelt.
Durch die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist auch der Immobilienmarkt Anfang 2009 um fast 50% eingebrochen. Große Investitionen wurden erst einmal gestoppt, Projekte auf Eis gelegt und die Belegschaften auf ein Minimum zurückgesetzt.
Der Handel hat in Dubai eine lange Tradition. So legen am Dubai Creek schon seit vielen hundert Jahren Boote und Schiffe an, die Waren aus China oder Indien geladen haben, ums sie auf die arabische Halbinsel zu bringen.
Da abzusehen war, dass die Erdölförderung irgendwann versiegen wird und Dubai unabhängig von dieser Einnahmequelle sein wollte, investierten die Verantwortlichen stark in den Tourismus-Sektor. Allein im Jahr 2007 beusuchten etwa acht Millionen Menschen das Emirat. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2015 verdoppeln. Der Tourismus macht heute rund ein Viertel der Gesamteinnahmen des Emirats Dubai aus. Angefangen hat der neue Trend erst richtig mit dem Bau des heutigen Wahrzeichens der Stadt: dem Luxushotel Burj Al Arab im Jahr 1999. Hinzu kamen dann verschiedene Luxusresorts, wie das das Madinat Jumeirah oder das Jumeirah Beach Hotel.
Im Jahr 2008 hatte Dubei ein Bettenvolumen von gut 28.000 Hotelzimmern. Durch Neugestaltung und Neubauten in den nächsten Jahren, soll bis 2012 eine Kapazität von 57.000 Zimmer erreicht werden. Den größten Anteil an diesen 29.000 neuen Betten hat das, zur Zeit im Bau befindliche, Asia-Asia Hotel mit allein schon 6.500 Zimmern. Es wird das größte Hotel der Welt sein.
Eine weitere Attraktion ist die Palmeninsel „Palm Jumeirah“. Die künstliche Insel direkt vor der Küste ist schon aus dem Weltraum aus zu sehen. Und jetzt bekommt sie noch eine weitere Attraktion: die Queen Elizabeth 2, ein Kreuzfahrtschiff, wird fest im Hafen geankert und zu einem schwimmenden Hotel ausgebaut. Vor der Küste von Jumeirah, die die teuerste Wohngegend Dubais darstellt, wird ein Unterwasser-Hotel namens Hydropolis gebaut.
